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  • AutorenbildAngelika

BR: Nachtzirkus


[Unbezahlte Werbung/Rezension]

Um dieses Buch kam man die letzten Wochen kaum vorbei. Obwohl es nicht neu ist, erlebte es durch Buchschnitt und Marketing einen neuen Hype. Das Thema hat mich mega interessiert, weil es nach etwas »anderem« klang, als ich meistens lese.



Autorin: Erin Morgenstern

Erscheinungsdatum: Mai 2012 (Deutsche aktuelle Auflage: Oktober 21)

Verlag: Heyne

Genre: Fantasy (Magie)

Wälzer: jap, mit 528 Seiten hat man viel zu lesen

Einzelband/Reihe: Einzelband

Suchtfaktor: Man muss es schon wollen. Es baut sich keine große Spannung auf, weshalb man aus reinem Genuss weiterliest.

Cover: Die neue Gestaltung der deutschen Ausgabe finde ich total schön und passend. Das schwarz-weiß Thema ist so gut gewählt.


Inhalt:

Zwei alte Magier, ein Wettstreit und ein Zirkus. Eigentlich wäre damit schon alles erzählt, doch für Marco und Celia ist es soviel mehr. Sie wurden auserwählt eine lange Tradition eines Spiels fortzuführen, ohne alle Regeln zu kennen. Der Zirkus spielt dabei eine tragende Rolle als Spielfeld und ist unwiderruflich mit den beiden verbunden. Sie sollen gegeneinander antreten, doch in den Verwirrungen rund um ihre Aufgabe, empfinden sie sofort Sympathie und Mitgefühl füreinander. Verwoben mit Magie, Freundschaft, Liebe und Schicksal beginnt ihre Geschichte.


Stil:

Eines der wenigen Bücher, bei denen ich sagen kann: Der Stil ist außergewöhnlich. Es ist so kunstvoll geschrieben, die Erzählweise derart speziell und alles wundervoll detailliert beschrieben. Es gibt Zeitsprünge über Jahre hinweg, vor und zurück. Sichtweisen von verschiedenen Personen abwechselnd und immer im Präsens geschrieben. Dazu gibt es noch spezielle Abschnitte, die sich direkt an den Leser richten, als würden wir selbst durch den Zirkus spazieren und alles erkunden.

Unaufgeregt, verschnörkelt und bildhaft.



Meine Meinung:

Ein Buch, das extrem unspannend und faszinierend zugleich ist. Man darf weder eine leidenschaftliche Liebesgeschichte, noch einen actionreichen Fantasyroman erwarten. Das Buch ist leise und harmonisch. Die verschiedenen Stränge werden erst am Ende zusammengezogen und man braucht ein bisschen Geduld, um alles zu verstehen. Fast künstlerisch wird alles angegangen und dargestellt. Das ist gewiss nicht jedermanns Sache, aber mir hat es sehr gefallen und ich kenne bisher kein vergleichbares Buch. Die Autorin hat einen ganz eigenen Stil, den man nur als Talent bezeichnen kann. Fern von jeglicher Mainstream Literatur, aber auch nicht immer einfach zu lesen.

Ich habe ein paar schlechte Rezensionen durchforstet und vieles was ich so speziell und anziehend fand, haben einige Leser nicht verstanden und kritisiert. Entweder man fühlt und genießt es, oder man ist gelangweilt.


Es gibt soviele Details im Zirkus zu entdecken, die Magie ist nur Brisenweise verteilt und man kann viele Charaktere kennenlernen. Die Zeitsprünge sind fordernd für den Leser, fügen sich am Ende aber zusammen. Vom Flair der damaligen Zeit, bis zur zarten Liebesgeschichte.


Auch die Art und Weise wie alles aufgebaut ist, hat mich begeistert. Von der Entstehung des Zirkus selbst, wie die Charakter dazu kommen und was der Wettstreit am Ende für alle bedeutet. Unglaublich verstrickt und intelligent erzählt


Die Settings sind sehr umfangreich und ich wiederhole mich, aber die Details sind umwerfend niedergeschrieben. Die Autorin sah wirklich alles sehr bildhaft vor sich. Ich mochte, dass es keinen Kitsch gab. Die Romanze ist eher nüchtern, aber ich habe trotzdem verstanden, was die beiden miteinander verbindet.


Ich bewerte das Buch mit der vollen Punktezahl, auch wenn ich es nicht jedem empfehle. Es ist eine andere Geschichte, nicht für jedermann. Man muss sich drauf einlassen und die ruhigen Seiten genießen können. Ich ziehe meinen Hut vor so einer Schreibkunst.


Absolute Kinderschokolade!






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