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BR: Noah

[Unbezahlte Werbung/Rezension]

Ich lese viel Fantasy in allen Facetten, kaum Romance und ab und zu Thriller. Fitzek darf dabei hin und wieder in meinen Lesealltag schlüpfen, davor und danach brauche ich dann stets etwas anderes. Diesmal war es wieder so weit und ich wollte herausfinden, wer Noah ist.


Fakten:

Autor: Sebastian Fitzek

Erscheinungsdatum: Dezember 2013

Verlag: Bastei Lübbe

Einzelband

Wälzer: Eigentlich ja. Für einen Fitzek, den ich nur aus neueren Zeiten mit um die 300 Seiten kenne, hat dieses Buch 560 Seiten.

Genre: Thriller

Cover: Hübsch sind Fitzeks Cover ja nie, haben aber immer Bezug auf den Inhalt. Hier tat ich mir tatsächlich schwer das zu erkennen, denn es gibt bereits ein neueres, das besser passt


Klappentext:

Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat.


Stil:

Fitzek Style. Gutes Vokabular, prägnant, sprunghaft. Wie gewohnt gibt es mehrere Sichten aus Erzählersicht und ganz viele Ortswechsel. Nebenstränge, die sich nach und nach fügen. Hauptsächlich folgen wir Noahs Weg, seinen Gedanken und Erinnerungen. Settings gibt es unfassbar viele, genauso wie spannende Situationen. Manchmal etwas wirr, mit stets unterbrechenden Kapitelenden, um ganz wo anders fortzufahren. Man muss am Ball bleiben.


Meine Meinung:

Puh. Wie immer nach einem Fitzek. Mich beeindruckt seine Schreibweise weiterhin. Wie man mit zig Strängen, Twists und Handlungen die Übersicht behalten kann. Fitzek schreibt sehr gut und er kann auch toll recherchieren. Denn das hat er hier wohl sehr intensiv gemacht. Ich lese oft Bücher ohne den Klappentext zu studieren. Entweder weil ich das Cover mag, etwas über die Geschichte wo gehört oder gelesen habe oder einfach Lust auf eine Überraschung habe. Um so schockierter war ich nach kürzester Zeit über den Inhalt, denn er kam mir nur allzu bekannt vor. Das Buch entstand 2013 und es ist schon faszinierend, wie sich 2022 Parallelen zu den vergangenen zwei Jahren ziehen lassen. In einer Rezension wurde das Buch schlecht bewertet, weil es »zu aktuell« sei. Ähm ja. Ist es, aber was können nun der Autor und das Buch dafür? xD.


Es geht um Verschwörungstheorien, eine Pandemie, Quarantäne, Impfung und mittendrin Agenten, Attentäter und geheime Organisationen. Alles, was die letzten zwei Jahre in aller Munde war. Ich kann nur sagen, Gott sei Dank neigt Herr Fitzek dazu Dinge überspitzt darzustellen, denn obwohl vieles real nun passiert ist, war es bei uns bei Weitem nicht so schlimm. Ich denke aber, dass viel Wahrheit darin steckt und das ist weiterhin beängstigend, was wir mit der Welt machen, welche Lösungswege es gibt und wie die Menschen sich in Verschwörungen verstrickt haben. Sinnlose, egoistische Hamsterkäufe, Panik und Kurzschlusshandlungen begleiteten immerhin unseren Alltag während der Pandemie.


Am Ende zog ich dem Buch einen Punkt ab, denn es gab doch ein, zwei Dinge die ich zu inszeniert und zu zufällig empfand. Fast alles konnte am Ende relativ logisch erklärt werden, aber eben nur fast. Das fand ich schade, machte das Buch aber nicht weniger spannend. Ich las auch in anderen Bewertungen, dass alles zusammengeklaut wurde aus früheren Werken aus dem Genre. Solche Aussagen finde ich immer dämlich. Alles ist irgendwo, irgendwie, nicht geklaut, aber inspiriert. Ich denke es gibt unzählige Verschwörungen, Geheimbunde und Skandale auf dieser Welt, dass man durchaus seine eigenen Geschichte damit schreiben darf.


Einen Nebenstrang empfand ich als total überflüssig und ohne ihn hätte das Buch vielleicht 50 Seiten weniger gehabt, ohne dass etwas verloren geht. Heutzutage hätte man das vermutlich direkt gekürzt. Außerdem: In Fitzeks Büchern müssen immer in irgendeiner Art und Weise Kinder vorkommen. Wieso denn eigentlich? Diesmal hat er sogar einen Welpen ins Spiel gebracht. Einen WELPEN! Wie kann er nur? :P Ich ertrage explodierende Köpfe, Entführungen und Folter, aber solange dieser Welpe in Gefahr war, lief ich echt unrund ^^.


Es ist ein rasanter Thriller den man in Zeiten wie diesen mit einem unguten Gefühl liest. Weil so vieles bekannt ist und ich frage mich, ob man 2013 das alles mit »Schwachsinn« betitelt hatte und es heute besser weiß. Ich hätte damals nicht geahnt wie sich unsere Welt entwickelt.







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