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Grisha Trilogie

Von Leigh Bardugo



Klappentext:

Alina ist eine einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren von Ravka. Jemand, der entbehrlich ist – ganz anders als ihr Kindheitsfreund Malyen, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Doch als Alina Mal bei einem Überfall auf unerklärliche Weise das Leben rettet, ändert sich alles für sie, denn sie findet heraus, dass sie eine Grisha ist, die über große Macht verfügt.


Alina wird ins Trainingslager der Grisha versetzt, der magischen und militärischen Elite Ravkas. Dort findet sie einen ganz besonderen Mentor: Den ältesten und mächtigsten der Grisha, der nur der »Dunkle« genannt wird und der schon bald ganz eigene Pläne mit Alina verfolgt.


Seiten:

Goldene Flammen 352 Seiten

Eisige Wellen 448 Seiten

Lodernde Schwingen 432

Verlag: Knaur

Bewertung: 3 🎇von 5 🎇


Meine Meinung:

Dieser Beitrag widmet sich wieder der gesamten Trilogie, kann daher Spoiler enthalten.


Die Grisha Reihe erlangte viel Aufmerksamkeit, nachdem die Netflix Serie dazu startete. Ich las die Bücher danach und muss sagen: Es kommt nicht oft vor, aber diesmal fand ich die Netflix Serie deutlich spannender und interessanter. Was hauptsächlich daran liegt, dass bei der Serie auch das Spin Off "Die Krähen" mit hineingemischt wurde. Das tut der "langweiligeren" Grisha Reihe nämlich sehr gut.


Der Stil ist wirklich einfach und manchmal etwas plump. Wiederholende Phrasen und wenig Finesse. Es liest sich aber trotzdem sehr gut. Der Klappentext oben ist von Band 1, doch Band 2 und 3 schließen nahtlos daran an. Wie immer bei Reihen bewerte ich die Darstellung der einzelnen Bände. Sie gehen ohne Pause ineinander über und bilden eine große Geschichte. Zwar hat jeder Teil seinen kleinen eigenen Abschnitt, doch alles in allem könnte es auch ein Wälzer sein.


Ich liebe das Universum, die Grisha, die Elementarmagie. Der Kampf zwischen Schatten und Licht. Soviel interessantes Potenzial, welches mit begeistert hat. Auch das Klischee der unscheinbaren Auserwählten ist erfüllt und des dunklen, attraktiven Bösen. Eine Romanze gibt es und dann sollte doch alles perfekt sein? Kurzum: Es hat mich teils wirklich gelangweilt. Alina ist eine so farblose Protagonistin, die den klassischen Gutmenschen darstellt. Sie selbst hat zwar unermessliche Kräfte, kann mit diesen aber bis auf am Schluss kaum umgehen oder etwas ausrichten. Nonstop stürzt sie sich in Gefahren, alle anderen gehen drauf, sie wird von anderen gerettet. Sie windet sich in Selbstmitleid und Unscheinbarkeit. Die Romanze ist ziemlich anstrengend, da sie ständig eifersüchtig ist, andauernd denkt, sie sei nicht gut genug für Mal. Sie stößt ihn weg und ist dann sauer, dass er geht.


Zudem ist das Buch bestückt mit Oberflächlichkeiten. Immer wieder wird Bezug auf Aussehen und Attraktivität genommen, was in einem Kampf um Leben und Tod für mich einfach total überflüssig ist.


Leider ist auch die Erzählweise nicht sehr kreativ. Jeder Band ähnelt sich in folgenden Abschnitten: Flucht, Ausbildung, verstecken, magisches Wesen jagen. Repeat.


Mich konnte die Reihe damit überhaupt nicht überzeugen, obwohl ich bis zum Schluss noch auf etwas Biss gehofft hatte. Die Serie lohnt sich, wurde ja aber leider abgesetzt. Ich hoffe, dass die Krähen deutlich interessanter sind.

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