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  • Angelika

BR: Ada (Band 1 : Die vergessenen Kreaturen)

[Unbezahlte Werbung/Rezension]

Ada wollte ich schon lange lesen, weil mir nach etwas Düsterem der Sinn stand. Das Cover verspricht viel Gruselstimmung und mit einem Sternchen kann man selten etwas falsch machen.



Fakten:

Autorin: Miriam Rademacher

Erscheinungsdatum: Jänner 2020

Verlag: Sternensand Verlag

Genre: Urban Fantasy

Wälzer: Nein, würde ich nicht sagen. Mit 350 Seiten sind es ausreichend Seiten, ohne zu erschlagen.

Suchtfaktor: Die Geschichte ist in sich abgeschlossen. Das bedeutet es gibt ein paar Punkte die in Band 2 bestimmt aufgedeckt werden, aber das Buch lässt einen nicht ahnungslos zurück und das wertschätze ich sehr.

Cover: Sehr sehr interessant, wie ich finde. Zwar entsprechen die Schatten darauf nicht der Geschichte, aber es passt hervorragend zur Stimmung im Buch.


Inhalt:

Hinter den Mauern lauert es. Die Gefahr, an die Ada bereits in ihrer Jugend ein Kind aus ihrer Obhut verloren hat. Damals konnte sie es nicht retten, doch heute, als es wieder passierte, gibt sie nicht auf. Ada ist älter und erfahrener und begibt sich hinter die Wände, auf der Suche nach den Wesen und den Geheimnissen, dort, wo alles angefangen hat.


»Sie sind schwarz wie Lakritze« wisperte sie Ada zu. »Und ihre Augen leuchten.«


Stil:

In der klassischen Erzählperspektive in der Vergangenheitsform schlüpft der Leser in verschiedene Sichten.


Hier ein kleiner Exkurs: Jap, es gibt keine Bücher mehr ohne Sichtwechsel. Ich habs verstanden. Aber mittlerweile kann ich das Problem eingrenzen: Ich-Präsensperspektiven (hauptsächlich) in Romanzen: Doof und aufdringlich. Sichtwechsel in dritter Person mit vielen Charakteren: ist in Ordnung, solang es nicht wiederholend wird. Exkurs Ende.


Zudem gibt es zwei zeitliche Erzählstränge. Einmal die heutige Zeit, in der Ada versucht vergangene Fehler nicht zu wiederholen und abwechselnd den Sprung zurück in die Vergangenheit, in der man häppchenweise erfährt, was damals wirklich passiert ist. Dabei ist aber immer gut ersichtlich aus wessen Sicht man gerade liest und welches Jahr es betrifft. Obwohl man relativ oft hin und her springt, hat mich das erstaunlicherweise nicht irritiert. So wurde auch Spannung aufgebaut, weil man miträtselt, wie es damals abgelaufen ist.

Miriams Schreibstil ist gewohnt flott mit vielen Dialogen und einfach zu lesen. Als humorvoll würde ich das Buch nicht bezeichnen, aber die eine oder andere sarkastische Bemerkung der Protagonisten kommt trotzdem zum Einsatz. In Miriams Geschichten findet man weder besonders aufwendige Beschreibungen noch ausschweifende Gefühlsvergleiche. Sie schreibt rasch und direkt, was dem Ganzen auch genügend Tempo verleiht. Das darf man aber nicht mit ruckartigem Stil verwechseln, denn sie schafft es dennoch das Kopfkino zu stimulieren, sodass man sich alles gut vorstellen kann.



Meine Meinung:

Mir hat das Buch ein paar spannende Lesestunden bereitet. Miriam hat eine großartige Fantasie und ich liebe ihre Ideen zu Kreaturen und Welten. In der Atmosphäre eines düsteren Anwesens, in dem es hinter den Wänden knarzt, kratzt und Dinge verschwinden, hab ich mich wohl gefühlt. Ich fand es interessant und zeitweise ein bisschen gruselig.

Wie immer habe ich in den anderen Rezensionen gestöbert und muss sagen, mich hat es nicht gestört, dass das eine oder andere bezüglich der Kreaturen nicht ganz aufgedeckt wurde.

Es ist kein Horrorbuch, auch wenn es mich überrascht hat, dass es eine Leseempfehlung nur bis 17 gibt. Also ich bin ein kleines Bisschen älter und habe das Kratzen hinter den Wänden auch gehört und finde das nicht so prickelnd :P.

Ob ich Ada mag oder nicht weiß ich noch nicht. Besonders die ältere Version von ihr kam mir ein wenig unsympathisch vor, aber das tat der Geschichte nicht weh. Es gibt wenige Nebencharaktere, von denen man auch nicht allzu viel erfährt, die allerdings eine stimmigere Atmosphäre bieten und etwas Abwechslung reinbringen. Wenn man nach Kritikpunkten sucht, weil man das unbedingt möchte, würde ich anmerken, dass mir das eine oder andere etwas zu simpel konstruiert vorkam. Die Hinweise fielen Ada ein bisschen zu leicht in die Finger.

Für mich war es kurzes, spannendes und interessantes Lesevergnügen und der zweite Band wird bestimmt bei mir einziehen.


Das Einzige, was ich mit Sicherheit bei der Vergabe von 5 Cocktails weiß, ist: Bei mir wohnt leider mein Brownie! Wenn einer davon ein neues Zuhause sucht, ich bin bereit meine Wohnung zur Verfügung zu stellen!


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