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BR: Crescent City - Wenn das Dunkel erwacht

[Unbezahlte Werbung/Rezension] Auf dieses Buch bin über eine Buchbox aufmerksam geworden. Enchanted Books hatte da etwas zusammengestellt und ich fand schon das Logo der Box interessant. Davor hatte ich noch nie davon gehört, obwohl die halbe Buchwelt darauf wartete. Als es dann da war konnte ich nicht anders, als es sobald wie möglich zu lesen.



Fakten:

Autorin: Sarah J. Maas

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft

Genre: Fantasy mit einem Touch Urban Fantasy

Wälzer: äääh jep. Ca. 928 Seiten. Man kann ohne weiteres Kakerlaken damit erschlagen oder nervende Mitbewohner bewerfen

Suchtfaktor: Wenn man den komplexen Einstieg schafft: auf jeden Fall!

Cover: Braucht man nichts dazu zu sagen. Es ist überall zu sehen. Der Buchschnitt ist der Wahnsinn, es gibt eine tolle Illustration drin und der Umschlag einfach nur hübsch und detailreich.

Inhalt:

Anfangs dachte ich, dass der Kappentext schon mega spoilert und hab mich geärgert, doch am Ende fand ich ihn passend.

Bryce ist eine halbe Fae und lebt in der Großstadt Crescent City, die von Erzengeln beherrscht wird. Die Hierarchien scheinen anfangs sehr kompliziert, doch zuletzt wird klar, dass kaum einer tun und lassen kann was er möchte. Sie versucht ihr Leben so gut wie möglich als verachtetes Mischlingswesen zu meistern und arbeitet in einer Antiquitäten Handlung, die nicht nur mit legalen Geschäften bekannt wurde. Ihre beste Freundin Danika, eine Wölfin hohen Ranges, steht an ihrer Seite und mit ihr erobert sie das bunte Nachtleben der Stadt. Als diese brutal ermordet wird und Bryce nur knapp überlebt, erlischt für sie ein Licht. Erst als es Jahre später neuerliche Hinweise zu diesem Mord gibt, wird sie in die Ermittlungen an der Seite von Hunt Athalar miteinbezogen und von da an sind sie auf der Suche nach der Wahrheit und einem Dämon. Bryce wird klar, dass es um viel mehr geht, als den Tod ihrer besten Freundin.

Erste Seite:

Alter Schwede! Ich beziehe mich aufgrund der Länge des Buches nicht nur auf die erste Seite sondern die ersten Seiten. Man wird mitten hineingeworfen und gleichzeitig mit Erklärungen, Namen, Rängen, Bezeichnungen, politischen Formulierungen bombardiert. Ich konnte mir nichts merken. Es ist sehr geballt und ich hatte große Mühe bei der Sache zu bleiben. Normal wäre das ein Grund aufzuhören, aber die Faszination, die diese Welt von Anfang an auf mich ausübte, ließ das nicht zu. Der Schreibstil ist teils sehr ausschmückend, was ich anfangs störend empfand, später aber zu schätzen wusste.

»Die Bücher versuchen alles, um hier rauszukommen. Sie schleichen sich in Rucksäcke, in Manteltaschen und flattern sogar die Treppe rauf. Sie wollen unbedingt wieder raus in die Welt.« Im nächsten Moment sandte sie eine Stichflamme zu den hintersten Regalen, wo ein Buch auf der Treppe gelandet war. »Pfui«, zischte sie.

Stil:

Geschrieben ist das ganze hauptsächlich aus Bryces und später aus Hunts Sicht in der Vergangenheitsform. Es gibt Sichtwechsel, die sind weder markiert, noch stören sie den Lesefluss. Im Gegenteil sie verschafften einem sogar Hintergrundinformationen die Spannung aufbauten.

Der Zeitverlauf ist geradlinig, bis auf den ersten Teil. Hier gibt es einen großen Sprung, nachdem der Mord passierte.

Die Formulierungen sind oftmals sehr bildhaft und detailreich. Ich mochte das gerade für dieses Buch sehr, weil es soviel zu entdecken gibt und es einem ein Abbild der Stadt ermöglichte. Es gibt witzige Dialoge, gut beschriebene Kampfszenen und auch ganz viel Kribbeln.

Mir ist aufgefallen, dass einige Erklärungen sich mehrmals wiederholen. Wenn man das Buch in kurzer Zeit durchsuchtet ist das sehr präsent, aber wenn ich überlege dazwischen zu pausieren, wäre ich vermutlich dankbar darüber gewesen ab und zu an gewisse Fakten erinnert zu werden.

Meine Meinung:

Selten hat mich ein Buch so fasziniert. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten und den vielen Seiten vor mir, war ich irgendwann komplett drin und konnte nicht mehr aufhören. Die Stadt, das System, all die Details und kleinen Wesen. (Vampire, Gestaltwandler, Meerwesen, Dämonen, seltsame Tiere, Magie, Hexen und und und) Ich liebe diese Welt, obwohl sie nicht nur schön ist. Es gibt eine furchtbare Ungerechtigkeit und damit ist dieser Fantasy Roman wieder sehr an der Realität.

Der mittlere und letzte Teil ist dann wie ein Krimi aufgebaut, in dem ermittelt wird und man Spuren nachgeht. Das ist ab und zu etwas ermüdend, weil sich die Protagonisten im Kreis drehen. Zum Ende hin klärt sich aber alles und einige Momente kamen für mich total unerwartet. Es hat mir das Herz gebrochen, nur um mich wieder zu besänftigen und am Ende wieder zum Flennen zu bringen.

Die Liebesgeschichte ist konstruiert und absehbar. Das wird an diesem Buch sehr bemängelt. Viele sagen, dass diese Geschichte genauso ist, wie alle die Bücher der Autorin zuvor. Dabei hatte ich Glück, denn es war mein erstes von Sarah J. Maas. Natürlich werden darin Klischees bedient, die mich aber überhaupt nicht gestört haben. Mei, haben halt beide extrem tolle Hintern und denken dauernd dran den anderen abzulecken. Durch den Humor, die Spannung und die abwechslungsreiche Welt kann ich da getrost drüber stehen und es hat mich nicht gestört. Im Gegenteil, ich war positiv überrascht, dass die große Liebe lange auf sich warten lässt. Es ist schön, dass auch Freundschaft stark thematisiert wird und sich alle Charakter Stück für Stück kennen lernen, bis man spürt, dass sich Gefühle in die eine oder andere Richtung entwickeln.

Auch das Verhalten der Hauptprotagonisten Bryce hat mich ab und zu ein bisschen genervt. Selbstmitleid und Depressionen lassen sie sehr oft überspitzt reagieren. „Das werde ich dir niemals verzeihen“ fällt sehr schnell, nur damit sie kurz darauf eben genau das leichthin tut. Weil mich Charakterzüge einer Prota nicht immer nur gefallen, heißt das aber nicht, dass ich das Buch nicht trotzdem gerne las. Ich hatte Bauchkribbeln, habe fieberhaft weitergeblättert, geflucht und geweint.

Das Ende ist auch absehbar, weil man sich sowas als Leser wünscht. Wenn mit „Überkräften“ hantiert wird, kann man das schwer relativieren. Ich finde trotzdem es ist ein schöner Ausklang für die lange Reise. Die Geschichte ist abgeschlossen und bietet dennoch soviel Raum für mehr. Man bleibt nicht ahnungslos oder frustriert zurück.

Ich bin beeindruckt für wieviele Dinge sich die Autorin eigene Ideen ausdachte. Außerdem mochte ich, dass es moderne Einflüsse wie Handys oder Internet gab, während sie für Stromerzeugung zum Beispiel etwas ganz eigenes kreierte.

Zuletzt bleibt mir nur zu sagen, das Buch war eins meiner Highlights und hat mich komplett eintauchen lassen. Ich empfehle es dennoch nicht einfach jedem weiter, denn es ist nicht unbedingt leichte Kost sondern man muss ab und zu mitdenken und aufpassen, vor allem mit der hohen Seitenanzahl.

Mich hat diese Fantasywelt begeistert!

Fazit der ersten Seite:

Der Stil zieht sich durch das ganze Buch und genauso detailreich geht es weiter. Die komplizierten Erläuterungen die anfangs auf einen einprasseln gehen einem irgendwann ins Blut und man muss nicht mehr so sehr drüber nachdenken.

5 von 5 Cocktails!



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