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BR: Die Chroniken von Alice – Finsternis im Wunderland (1)

[Unbezahlte Werbung/Rezension]

»Wenn du nicht weißt, wohin du gehst, wird dich jeder Weg dorthin bringen.« aus Alice im Wunderland. Ich liebe die süße naive Alice und all die verrückten Charaktere der Disney Fassung. Es gibt zahlreiche Adaptionen und im Moment sind Märchen und Weitererzählungen voll im Trend. Bei den Chroniken von Alice handelt es sich aber um eine sehr düstere Geschichte, die mich gerade deswegen sehr gereizt hat.



Fakten:

Autorin: Christina Henry

Verlag: penhaligon

Genre: öööhm Dark Fantasy? Blutiges Märchen?

Wälzer: Nein, Mittelmaß und es gibt ausreichend Seiten, auf denen gemordet, gezaubert und geflüchtet wird. Auf 350 Seiten alles dabei.

Suchtfaktor: Ja, weil man keine Ahnung hat, was als nächstes passiert und doch erfahren möchte, ob es Alice schafft :-)

Cover: Ich finde es mega spannend. Es passt so grenzgenial zur Geschichte und als Print ist das Inlay total hübsch gestaltet. Ich liebe es, deswegen sieht es auch schon ziemlich abgegrabscht hast ^^


Inhalt:

Alice ist seit zehn Jahren in einer Irrenanstalt untergebracht, weil alle, inklusive sie selbst denken, sie sei verrückt. Sie hat ihre Erinnerungen nach einem verstörenden Erlebnis verloren und kämpft mit den Bilderfetzen von einem Mann mit weißen Kaninchenohren. Als ein Feuer ausbricht kann sie mit ihrem Zimmernachbarn, dem geistesgestörten Axtmörder Hatcher flüchten. Alles was danach passiert, eine Jagd nach etwas Unbekannten, voller Blut und Angst, übersteigt ihre Albträume.


Erste Seite:

Die Stimmung in den ersten Zeilen ist drückend, düster und verstörend. Alice befindet sich in einem Zimmer, dessen Tür mit Gitterstäbe verziert wird. Ihre wirren Gedanken kommen zum Vorschein und auch, dass sie unter Medikamenteneinfluss steht. Ohne große Umschweife wird die Problematik ihrer Erinnerungslücken aufgegriffen und ich machte ich auf eine sehr irre Geschichte gefasst.


»Wir müssen weg, weg, bevor er mich findet! Er weiß, dass ich ihn hören kann. Er weiß, dass ich weiß, was er Böses tun wird.« S. 32


Stil:

Wir erleben das Grauen chronologisch aus Alice Sicht. Was man definitiv sagen kann ist, dass sich die Autorin nicht mit bild-gewaltigen Beschreibungen aufhält. Der Stil, der allerdings aus dem Amerikanischen übersetzt wurde, ist sehr flott, kurz und knackig. Dadurch passiert auch sehr viel auf den 350 Seiten. Geschrieben wird in der Vergangenheitsform und das Buch umfasst ein paar Tage. Zeitliche Sprünge gibt es nicht, denn Alice erlangt nach und nach ihre Erinnerungen wieder. Das wird in die Geschichte eingebunden und fügt sich sehr gut ins Gesamte ein.


Meine Meinung:

Düster. Dunkel. Brutal. Gestört.

Das sind alles Adjektive, die in bereits vorhandenen Rezensionen vorkamen. Dem kann ich nur zustimmen! Diese Geschichte ist kein blumig neu-erzähltes Märchen, sondern ein brutaler Thriller, für den Charaktere aus Alice im Wunderland herangezogen wurden, um etwas völlig neues zu schaffen. Das Wunderland selbst stellt sich hier als verdreckte Stadt vor und die Figuren sind hinterhältige, gefährliche Bandenbosse. Auch Alice und ihr Begleiter Hatcher sind alles andere als heilige Protagonisten. Sie haben Schlimmes erlebt und müssen rücksichtslos handeln, um in der gewaltsamen Welt zu überleben. Daher sollte man nicht empfindlich sein, wenn es um Brutalität, Blut oder ähnliches geht. Ich finde, das ganze kann man (noch) nicht als Horror bezeichnen. Für mich war es zumindest dafür zu harmlos. Allerdings mochte ich die deprimierende Stimmung zwischen den Zeilen sehr. Das klingt seltsam, aber es passt. Alice und Hatcher haben einander und das ist eine ganz merkwürdige Beziehung, hat aber ihre Daseinsberechtigung. Keine typische Liebesgeschichte (Endlich mal :P) und ihre Erlebnisse haben sie geprägt. Das spürt man in jedem Kapitel aufs Neue.

Eine Charakterentwicklung gibt es und das Ende ist für mich in Ordnung. Es kam anders als erwartet und vielleicht etwas zu flott, doch vorher wird soviel erzählt, dass ich damit leben konnte. Wichtig, besonders da es sich um eine Reihe handelt, ist für mich, dass die Geschichte in diesem Buch abgeschlossen ist. Der zweite Teil, der am 31.8.20 erscheint, spielt zwar ebenso in diesem Universum mit Charakteren aus Band 1, doch Alice und Hatcher kommen am Ende ihrer ersten Reise an und alles was danach kommt, ist im wahrsten Sinne des Wortes, ein anderes Kapitel.


Fazit der ersten Seite:

Durch und durch begeistert. Selbst wenn man das schwer über so ein düsteres Geschreibsel sagen kann, doch der Stil und die Stimmung zogen sich harmonisch durch das ganze Buch.




Ich vergebe volle 5 blutgefüllte Cocktails, weil mich die Magie und all die Hinweise auf die Originalgeschichte überzeugt haben. Empfehlen kann ich es jedem, der etwas Spannung erträgt und auch brutalere Szenen durchhält.



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